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Chieming (von
Otto Humm) Die Schützengesellschaft
"Almarausch" Chieming hat ein neues Zuhause!
Es befindet sich am
Chieminger Sportplatz im ehemaligen Gymnastikraum bei der Grund- und
Hauptschule. Der Zugang zum Schützenheim erfolgt über den Mitterweg.
Zehn moderne Luftgewehr- und sechs Pistolenstände, die auch in
Luftgewehrstände umfunktioniert werden können, haben die Chieminger
Sportschützen dort errichtet.
Die Gesamtkosten dieser Baumaßnahme beliefen sich auf etwa 450
000 Euro. Hauptkostenträger sind die Gemeinde Chieming und die
Schützengesellschaft "Almarausch". Zudem haben die Schützen 5700
Stunden an Eigenleistungen erbracht, hieß es. Bisher waren die Chieminger
Schützen im Untergeschoss des Gasthofes Unterwirt untergebracht. "89 Jahre
lang war der Unterwirt unsere Schützenheimat", stellte Erster
Schützenmeister Helmut Stumhofer senior fest und sagte, dass die
Errichtung einer neuen Schießanlage sehr dringend war. Eine
behördliche Überprüfung der Schießanlage beim Unterwirt
hatte vor einigen Jahren ergeben, dass die einzelnen Schießstände
nach den neuen Richtlinien zu enge Abstände (gefordert werden jetzt pro
Stand ein Meter) aufwiesen und eine Reduzierung auf sechs Stände den
Schießbetrieb sehr eingeschränkt hätte. Stumhofer meinte, ein
Ausbau des Schießlokales sei nicht möglich gewesen. Mit einem
Festgottesdienst und Festzug feierten die Mitglieder der
Schützengesellschaft "Almarausch" Chieming mit den Ortsvereinen, den
Schützenvereinen aus Hart, Ising und Nussdorf und der Chieminger Blasmusik
den Einzug in das neue Schützenheim. Den Festgottesdienst hielt Pfarrer
Josef Hofmann, der Mitglied bei den Chieminger Schützen ist, ab. Er
segnete das von den Chieminger Pistolenschützen gespendete Kruzifix, das
im neuen Schützenheim aufgehängt wird, sowie die gesamte
Schießanlage.
Die örtlichen Böllerschützen empfingen beim neuen
Vereinsheim den Festzug mit zahlreichen Gästen. Erster
Gauschützenmeister Klaus Daiber nahm im neuen Schützenheim die
Ehrungen für verdiente Mitarbeiter der Schützengesellschaft gemeinsam
mit Schützenmeister Helmut Stumhofer senior vor. Ehrennadeln des
Bayerischen Schützenbundes in Silber erhielten Benno Auer, Max
Peteranderl, Josef Kirchmaier, Stefan Reichelt, Max Schrobenhauser, und Franz
Graf. Das Ehrenzeichen "Silberne Gams" überreichten sie an Josef Humm,
Ewald Enzinger, Andreas Hartmann und Sabine Wastlhuber. Peter Ramsperger und
Willi Hammerdinger erhielt für ihre Verdienste das Bezirkskrügerl des
Bayerischen Sportschützenbundes überreicht. Für besondere
Verdienste und der Wahrung des Brauchtums erhielten Hermann Schrobenhauser und
Marlene Hammerdinger die Verdienstnadel des Bayerischen Schützenbundes
verliehen. Vom Ersten Gauschützenmeister bekam Helmut Stumhofer den
Silbertaler des Schützengaues Traunstein Chiemgau überreicht und die
Schützenehrennadel in Gold angesteckt. Eine besondere Ehrung wurde Ewald
Enzinger zu teil. Helmut Stumhofer ernannte ihn zum Ehrenmitglied der
Schützengesellschaft "Almarausch" Chieming und übergab ihm die
Ehrenurkunde dazu.
 Zweiter
Schützenmeister Ewald Enzinger wurde mit dieser seltenen Ehrung für
sein großes Engagement während der Bauzeit gewürdigt, der
tagtäglich anwesend war. Stumhofer erinnerte daran, dass die
Schützengesellschaft "Almarausch" Chieming im Jahr 1913 gegründet
wurde und bisher neben zahlreichen Schießen und Veranstaltungen auch drei
Gauschießen bereits stattgefunden hatten. Er stellte Hermann
Schrobenhauser besonders heraus, der 1962 zum Ersten Schützenmeister
gewählt wurde und dieses Amt 35 Jahre lang innehatte. 1997 wurde Hermann
Schrobenhauser dafür zum Ehrenschützenmeister ernannt. "Ich bin sein
Nachfolger", sagte Helmut Stumhofer. In seiner Festansprache würdigte er
besonders Altbürgermeister Max Brunner, der es mit dem Gemeinderat
ermöglicht hatte, dass dieses neue Schützenheim am Sportplatz
entstehen konnte. Der Neubau der Turnhalle machte dies möglich, hieß
es. Im April 2001 war der Spatenstich und im Juli 2002 fand im neuen
Schützenheim bereits das erste Gästeschießen statt. Max Brunner
ging ausführlich auf die Entstehungsgeschichte dieser Baumaßnahme
ein, stellte den Schützensport kulturell für sehr wichtig heraus und
respektierte den Mut der beiden Schützenmeister Helmut Stumhofer und Ewald
Enzinger zur erfolgreichen Durchführung dieser großen
Baumaßnahme. Er zählte die sportlichen Erfolge der
"Almarausch"Schützen auf und stellte fest, dass Helmut Stumhofer senior
schon vier Mal Deutscher Meister bei den Sportschützen war. Chiemings
Bürgermeister Benno Graf respektierte ebenfalls die Leistungen der
Chieminger Schützen und anerkannte die gute Nachwuchsarbeit im Verein.
Ewald Enzinger bezeichnete Helmut Stumhofer senior als den "Vater" dieses
Schützenheimbaues, sprach zahlreiche Worte der Anerkennung aus und
würdigte dabei die große Unterstützung durch Max Brunner und
des Architekten Max Mittermaier. Helmut Stumhofer bedankte sich beim Ehepaar
Barbara und Hermann Sailer für die langjährige Gastfreundschaft und
überreichte als Erinnerung eine Schützenscheibe.
Präsente an die Chieminger
Schützengesellschaft übergaben noch Schützenmeister Willi
Kalcher, Schützengesellschaft Ising, Hedi Schlecht von der
Schützengesellschaft Hart und Hubert Rammrath von der
Schützengesellschaft Nussdorf. Danach verfolgten alle gemeinsam den ersten
Schuss von Altbürgermeister Max Brunner. Für den kommenden Sonntag
kündigte Helmut Stumhofer einen "Tag der offenen Tür" im neuen
Schützenheim an. Im November werde dort das Dorfschießen
stattfinden, hieß es. Text: Otto Humm Fotos: Thomas Breyer
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