| Vereinsausflug an die Donau | aktualisiert: 18.06.2005 |
|
Vereinsausflug an die Donau Wenn man am Sonntag Morgen etwas verschlafen aus dem Fenster blinzelte, sah das Wetter nicht besonders vielversprechend für einen Ausflug aus: Es regnete nämlich! Die Freude auf´s Wegfahren lässt sich ein Schütze davon natürlich nicht nehmen, so starteten wir pünktlich und vollzählig um 5:45Uhr Richtung Passau.Während der Fahrt über Altötting regnete es kontinuierlich, mal mehr, mal weniger, ... aber eben immer. Im nagelneuen, bequemen Reisebus störte das jedoch überhaupt nicht. Zudem wurde die Fahrt noch mit frischen Brezen und Regensburgern "versüßt". Wir kamen so zeitig in Passau an, dass wir
uns sogar noch den Dom ansehen konnten. Ebenfalls erfreulich: Inzwischen
nieselte es nur noch leicht. Das Schiff lag schon bereit und die freundliche
Crew begrüßten uns an Bord. Um 9 Uhr ging´s dann
flußabwärts los in Richtung Linz. Die "Stadt Linz" ist ein
riesiges Passagierschiff: Mit 800 Innenplätzen und 700 Freiplätzen
auch groß genug, dass man sich die Beine ein wenig vertreten konnte.
Unsere Plätze waren auf dem Mitteldeck reserviert. Schon von dort aus
hatten wir einen fantastischen Blick auf´s Ufer. Nun regnete es auch nicht mehr, also konnte man auch ohne Regenschirm vom Oberdeck aus alles überblicken. Durch die Wolken und den Fahrtwind war es aber schon noch recht frisch, man fühlte sich wie ein echter "Seebär". Während der fünfstündigen Fahrt gab es viel Sehenswertes am Ufer zu bestaunen, über die Bordlautsprecher erfuhr man interessantes zur Landschaft, den Orten, Burgen und Schlössern und deren Geschichte. Besonders faszinierend waren die drei Schleusenanlagen: Bei der größten Schleuse in Aschach wurde das Schiff um ganze 16m "abgesenkt". Die Geschwindigkeit, mit der dies geschah, war beeindruckend! Aber für ein kleines Sonnenbad auf dem Oberdeck reichte es trotzdem, inzwischen hatten sich die meisten Wolken verzogen und ohne den Wind stiegen die Temperaturen schnell an. Als Linz in Sicht kam waren wir
fast überrascht, schon am Ende unserer Schifffahrt zu sein, die Zeit war
mit viel Schauen, sich Unterhalten und natürlich Mittagessen wie im Flug
vergangen. Der Bus stand schon bereit und wir fuhren auf den
Pöstlingberg (537m). Schon auf der Fahrt sahen wir die
Pöstlingbergbahn, eine Schmalspurbahn, die als steilste
Adhäsionsbahn der Welt gilt. Bereits seit 1898 bringt sie die Menschen auf
den Pöstlingberg und wieder zurück. Bei strahlendem Sonnenschein bot sich ein fantastischer Blick auf die Hauptstadt des Bundeslandes Oberösterreich. Besonders sehenswert war auch die Wallfahrtsbasilika, das Wahrzeichen der Stadt Linz. Beim Kirchenwirt gab es dann Kaffee und Kuchen. Über das schöne Salzkammergut ging es danach zurück Richtung Heimat. Nach einem hervorragenden Abendessen im Grünauer Hof in Wals bei Salzburg ging ein ereignisreicher Tag zu Ende. Es hatte wirklich alles gepasst: Das optimale Ausflugswetter, die Mischung aus landschaftlichen und kulturellen Sehenswürdigkeiten, die Organisation (alles klappte wie am Schnürchen) und natürlich ganz viel Geselligkeit. Einfach wird´s sicher nicht, etwas ähnliches im nächsten Jahr auf die Beine zu stellen, aber das ist ja schließlich ein Riesenansporn! Als wir dann pünktlich zu einem postkartenmäßigen Sonnenuntergang am Chiemsee entlang fuhren, hörte man immer wieder heraus: "So viele schöne Orte haben wir gesehen und jede Landschaft hat ihren Reiz, aber am allerschönsten ist´s doch bei uns daheim am Chiemsee!" |
![]() |
| Text:
Andrea Reichelt Fotos: Max Schrobenhauser |