|
23.10.1999 Bericht zur Jahreshauptversammlung 1999
Chieming.
Am vergangenen Samstag (Anm.: 23.10.99) trafen sich die Chieminger
Schützen zur diesjährigen Jahreshauptversammlung im
Schützenstüberl beim Unterwirt. Schützenmeister Helmut
Stumhofer begrüßte zunächst den 1. Gauschützenmeister
Klaus Daiber sowie den 2. Bürgermeister Chiemings Sigi Engl. Ebenfalls ein
herzlicher Willkommensgruß ging an den Ehrenschützenmeister Hermann
Schrobenhauser und den Ehrengauschützenmeister Hans Hammerdinger. Der
persönlichen Einladung durch den Schützenverein folgte auch Chiemings
Pfarrer Josef Hofmann. Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder
gab Stumhofer im Rahmen seines Vorstandsberichts zunächst einen
Überblick über die vergangene Saison. Neben den 20
Übungschießen, die jeweils donnerstags stattfanden, wurden vom
Verein auch 7 Preisschießen ausgetragen. Dazu zählten unter anderem
das Nikolausschießen, das Königsschießen, im Fasching das
Er+Sie-Schießen sowie das Josefi-Schießen im März. Auch nicht
typische Sportarten forderten manche Vereinsmitglieder: Bei der
Dorfmeisterschaft im Skifahren sowie bei der Dorfmeisterschaft im
Eisstockschießen kämpften sie um Punkte und vordere Plätze,
auch wenn sie manchmal den "Fachleuten" unterlegen waren. Wieder unter sich
führte die Chieminger Schützen der diesjährige
Schützenausflug auf die Hochplatte. Eine Wanderung bei herrlichstem Wetter
brachte die Vereinsmitglieder zu Fuß oder mit dem Mountainbike zur
Bergstation. Einige unterstützten aber auch Hans Hammerdinger beim
Transport des Akkordeons mit der Seilbahn. Motorsport: Ein Motorradausflug zum
Schlegeisgletscher endete nach über 350km und bei wolkenbruchartigen
Niederschlägen zwar im Regenkombi, aber doch wieder sicher und unfallfrei
zuhause. Zurück zu den Schießaktivitäten: In den
Sommermonaten Juli und August veranstalteten die Chieminger Schützen
insgesamt 9 mal das Luftgewehrschießen für Gäste; trotz der
geringen Resonanz soll es momentan beibehalten werden. Sehr erfolgreich dagegen
war auch heuer wieder das Dorfschießen, das seit einiger Zeit im
Zwei-Jahres-Rhythmus durchgeführt wird. Die Teilnehmerzahl von 539
Gemeindemitgliedern bestätigt dies. Während des Gauschießens
traf man an fast jedem Tag einige Almarauschschützen in Siegsdorf. Sehr
zahlreich war dort die Beteiligung und groß das Interesse am neuen
Schießstand der Siegsdorfer Schützen. Weiterhin zählten zu
den Aktivitäten der Chieminger Schützen das Sommerfest mit Biathlon
(Fahrradfahren und Schießen auf Klappfallscheiben) und Grillen in der
Halle von Ewald Enzinger in Egerer. Am Ende des Sommers ging es noch auf die
Kampenwand zur Teilnahme an der Gedenkmesse der Gefallenen des Chiemgaus, die
heuer durch Chieming abgehalten wurde. Letzter aktueller Punkt war noch die
Teilnahme am Jahrtag der Vereine und am Erntedankfest. So kam trotz
Trainingspause seit April diesen Jahres kein "Sommerloch" zustande.
Anschließend ging Sportwart Tobias Siglreithmayer detailliert auf alle
sportlichen Erfolge des vergangenen Jahres ein. So konnten sich vor allem die
Pistolenschützen mit Peter Ramsperger an der Spitze wieder behaupten.
Viermal Platz 1 hieß es für Ramsperger bei der diesjährigen
Gaumeisterschaft: In den Kategorien Luftpistole, Standardpistole,
Kleinkaliberpistole Kaliber 22 und GK-Sportpistole führte er die
Altersklasse jeweils an. Jugendsportwart Marlene Hammerdinger begleitete
die Jungschützen 3 mal zum Gaujugendpokal nach Grabenstätt. Hier
konnten sich vor allem Seppi Linner und Christoph Reiter (jeweils Platz 5 in
ihrer Klasse) sowie Bernhard Huber durchsetzen. Auch beim Gauschießen in
Siegsdorf war die Chieminger Schützenjugend vorne dabei. Einen 4. Rang
erkämpfte sich Christoph Reiter mit 177 Ringen in der Kategorie
Gaumeister. Der 1. Schußmeister der Böllerschützen Ewald
Enzinger wies auf die Aktivitäten der Böllerschützen bei der
Weihnachtsmarkteröffnung und beim Heilig-Abend-Schießen hin. Auch
heuer werde man in der Adventszeit wieder was von sich hören lassen, so
Enzinger. In seinem Kassenbericht stellte Max Schrobenhauser die
finanzielle Situation des Vereins genau dar. Anschließend bestätigte
Peter Ramsperger in seinem Kassenprüfungsbericht dem Kassier Max
Schrobenhauser ordentlichste Arbeit und "beste Kassenführung". Es traten
keinerlei Mängel bei der Kassenprüfung auf. Daraufhin wurde die
Vorstandschaft durch die Versammlung einstimmig entlastet. Bevor Stumhofer
zum nächsten Tagesordnungspunkt überging, sprach er zunächst
seinen Dank an alle HelferInnen bei der Vereinsarbeit aus. Besonders hob er
dabei die Fahnenabordnung, allen voran Hans Berschl, hervor. Ebenso ging sein
Dank an den "Rest" der Vorstandschaft sowie an die wöchentlichen
Schreiberinnen, an Max Peteranderl für die regelmäßigen
Auswertungen und an Willy Hammerdinger für die Chronikführung.
Klaus Daiber, 1. Gauschützenmeister des Gaues Traunstein, übernahm
anschließend das Wort und führte die anstehenden Ehrungen durch.
Unserem Herrn Pfarrer Hofmann, den Daiber bei der diesjährigen Gedenkmesse
auf der Kampenwand kennenlernte, widmete er eine besondere Ansprache zur
Überreichung der Ehrennadel für 25jährige Mitgliedschaft im
Chieminger Schützenverein. Daiber und vielen anderen, die auf der
Kampenwand anwesend waren, behagte die kurze Predigt des Pfarrers in Anbetracht
des herannahenden Unwetters. Weiter erhielten auch Max Schrobenhauser und Rosi
Hartmann die Ehrennadel für 25jährige Mitgliedschaft. Sogar 40 Jahre
ist Ewald Enzinger dabei; auch er wurde ausgezeichnet. Dann, so Daiber, stehe
nun etwas ganz besonderes an: Hans Berschl, Fahnenjunker der SG Almarausch
Chieming werde eine Urkunde des Bayerischen Sportschützenbundes erhalten,
auf der geschrieben steht: In Würdigung der Verdienste um das bayerische
Schützenwesen verleiht der Bayerische Sportschützenbund (BSSB) das
durch seine königliche Hoheit Herzog Franz von Bayern gestiftete
Protektorabzeichen. Unter großem Applaus der Versammlung steckte Klaus
Daiber dem Fahnenjunker Hans Berschl die Ehrennadel an und überreichte ihm
die Urkunde. Der 2. Bürgermeister Chiemings Sigi Engl erläuterte
die Lage zum neuen Schützenstandbau am Chieminger Sportplatz aus Sicht der
Gemeinde. Er versicherte eine ausreichende finanzielle Unterstützung des
Schießstandbaus durch die Gemeinde Chieming. Helmut Stumhofer
legte den Plan des neuen Schützenheims vor und erklärte der
Versammlung die zu erwartenden Kosten und die durch die Mitglieder zu
erbringenden Leistungen für den Neubau. Detailliert ging Stumhofer auch
auf die derzeitige Situation ein: So müßten beispielsweise aus
Gründen der Sicherheit und der neuen Vorschriftenlage zwei(!)
Schießstände entfernt werden, so daß die korrekten
Abstände zwischen ihnen eingehalten würden. Eine Ausnahmegenehmigung
befreit die Almarausch-Schützen derzeit davon, mit nur noch sechs
Ständen schießen zu können. Ein Rundenwettkampf wäre
genausowenig durchzuführen wie z.B. auch ein Dorfschießen. Ohne
Gegenstimme wurde durch die Versammlung der Neubau des Schützenheims
beschlossen. Gegen 21.45 Uhr wurde dann die Versammlung offiziell
beendet. |