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03.01.2001


23.10.1999    Bericht zur Jahreshauptversammlung 1999

Chieming. Am vergangenen Samstag (Anm.: 23.10.99) trafen sich die Chieminger Schützen zur diesjährigen Jahreshauptversammlung im Schützenstüberl beim Unterwirt.
Schützenmeister Helmut Stumhofer begrüßte zunächst den 1. Gauschützenmeister Klaus Daiber sowie den 2. Bürgermeister Chiemings Sigi Engl. Ebenfalls ein herzlicher Willkommensgruß ging an den Ehrenschützenmeister Hermann Schrobenhauser und den Ehrengauschützenmeister Hans Hammerdinger. Der persönlichen Einladung durch den Schützenverein folgte auch Chiemings Pfarrer Josef Hofmann.
Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder gab Stumhofer im Rahmen seines Vorstandsberichts zunächst einen Überblick über die vergangene Saison. Neben den 20 Übungschießen, die jeweils donnerstags stattfanden, wurden vom Verein auch 7 Preisschießen ausgetragen. Dazu zählten unter anderem das Nikolausschießen, das Königsschießen, im Fasching das Er+Sie-Schießen sowie das Josefi-Schießen im März. Auch nicht typische Sportarten forderten manche Vereinsmitglieder: Bei der Dorfmeisterschaft im Skifahren sowie bei der Dorfmeisterschaft im Eisstockschießen kämpften sie um Punkte und vordere Plätze, auch wenn sie manchmal den "Fachleuten" unterlegen waren. Wieder unter sich führte die Chieminger Schützen der diesjährige Schützenausflug auf die Hochplatte. Eine Wanderung bei herrlichstem Wetter brachte die Vereinsmitglieder zu Fuß oder mit dem Mountainbike zur Bergstation. Einige unterstützten aber auch Hans Hammerdinger beim Transport des Akkordeons mit der Seilbahn. Motorsport: Ein Motorradausflug zum Schlegeisgletscher endete nach über 350km und bei wolkenbruchartigen Niederschlägen zwar im Regenkombi, aber doch wieder sicher und unfallfrei zuhause.
Zurück zu den Schießaktivitäten: In den Sommermonaten Juli und August veranstalteten die Chieminger Schützen insgesamt 9 mal das Luftgewehrschießen für Gäste; trotz der geringen Resonanz soll es momentan beibehalten werden. Sehr erfolgreich dagegen war auch heuer wieder das Dorfschießen, das seit einiger Zeit im Zwei-Jahres-Rhythmus durchgeführt wird. Die Teilnehmerzahl von 539 Gemeindemitgliedern bestätigt dies. Während des Gauschießens traf man an fast jedem Tag einige Almarauschschützen in Siegsdorf. Sehr zahlreich war dort die Beteiligung und groß das Interesse am neuen Schießstand der Siegsdorfer Schützen. Weiterhin zählten zu den Aktivitäten der Chieminger Schützen das Sommerfest mit Biathlon (Fahrradfahren und Schießen auf Klappfallscheiben) und Grillen in der Halle von Ewald Enzinger in Egerer. Am Ende des Sommers ging es noch auf die Kampenwand zur Teilnahme an der Gedenkmesse der Gefallenen des Chiemgaus, die heuer durch Chieming abgehalten wurde. Letzter aktueller Punkt war noch die Teilnahme am Jahrtag der Vereine und am Erntedankfest. So kam trotz Trainingspause seit April diesen Jahres kein "Sommerloch" zustande.
Anschließend ging Sportwart Tobias Siglreithmayer detailliert auf alle sportlichen Erfolge des vergangenen Jahres ein. So konnten sich vor allem die Pistolenschützen mit Peter Ramsperger an der Spitze wieder behaupten. Viermal Platz 1 hieß es für Ramsperger bei der diesjährigen Gaumeisterschaft: In den Kategorien Luftpistole, Standardpistole, Kleinkaliberpistole Kaliber 22 und GK-Sportpistole führte er die Altersklasse jeweils an.
Jugendsportwart Marlene Hammerdinger begleitete die Jungschützen 3 mal zum Gaujugendpokal nach Grabenstätt. Hier konnten sich vor allem Seppi Linner und Christoph Reiter (jeweils Platz 5 in ihrer Klasse) sowie Bernhard Huber durchsetzen. Auch beim Gauschießen in Siegsdorf war die Chieminger Schützenjugend vorne dabei. Einen 4. Rang erkämpfte sich Christoph Reiter mit 177 Ringen in der Kategorie Gaumeister.
Der 1. Schußmeister der Böllerschützen Ewald Enzinger wies auf die Aktivitäten der Böllerschützen bei der Weihnachtsmarkteröffnung und beim Heilig-Abend-Schießen hin. Auch heuer werde man in der Adventszeit wieder was von sich hören lassen, so Enzinger.
In seinem Kassenbericht stellte Max Schrobenhauser die finanzielle Situation des Vereins genau dar. Anschließend bestätigte Peter Ramsperger in seinem Kassenprüfungsbericht dem Kassier Max Schrobenhauser ordentlichste Arbeit und "beste Kassenführung". Es traten keinerlei Mängel bei der Kassenprüfung auf. Daraufhin wurde die Vorstandschaft durch die Versammlung einstimmig entlastet.
Bevor Stumhofer zum nächsten Tagesordnungspunkt überging, sprach er zunächst seinen Dank an alle HelferInnen bei der Vereinsarbeit aus. Besonders hob er dabei die Fahnenabordnung, allen voran Hans Berschl, hervor. Ebenso ging sein Dank an den "Rest" der Vorstandschaft sowie an die wöchentlichen Schreiberinnen, an Max Peteranderl für die regelmäßigen Auswertungen und an Willy Hammerdinger für die Chronikführung.
Klaus Daiber, 1. Gauschützenmeister des Gaues Traunstein, übernahm anschließend das Wort und führte die anstehenden Ehrungen durch. Unserem Herrn Pfarrer Hofmann, den Daiber bei der diesjährigen Gedenkmesse auf der Kampenwand kennenlernte, widmete er eine besondere Ansprache zur Überreichung der Ehrennadel für 25jährige Mitgliedschaft im Chieminger Schützenverein. Daiber und vielen anderen, die auf der Kampenwand anwesend waren, behagte die kurze Predigt des Pfarrers in Anbetracht des herannahenden Unwetters. Weiter erhielten auch Max Schrobenhauser und Rosi Hartmann die Ehrennadel für 25jährige Mitgliedschaft. Sogar 40 Jahre ist Ewald Enzinger dabei; auch er wurde ausgezeichnet. Dann, so Daiber, stehe nun etwas ganz besonderes an: Hans Berschl, Fahnenjunker der SG Almarausch Chieming werde eine Urkunde des Bayerischen Sportschützenbundes erhalten, auf der geschrieben steht: In Würdigung der Verdienste um das bayerische Schützenwesen verleiht der Bayerische Sportschützenbund (BSSB) das durch seine königliche Hoheit Herzog Franz von Bayern gestiftete Protektorabzeichen. Unter großem Applaus der Versammlung steckte Klaus Daiber dem Fahnenjunker Hans Berschl die Ehrennadel an und überreichte ihm die Urkunde.
Der 2. Bürgermeister Chiemings Sigi Engl erläuterte die Lage zum neuen Schützenstandbau am Chieminger Sportplatz aus Sicht der Gemeinde. Er versicherte eine ausreichende finanzielle Unterstützung des Schießstandbaus durch die Gemeinde Chieming.
Helmut Stumhofer legte den Plan des neuen Schützenheims vor und erklärte der Versammlung die zu erwartenden Kosten und die durch die Mitglieder zu erbringenden Leistungen für den Neubau. Detailliert ging Stumhofer auch auf die derzeitige Situation ein: So müßten beispielsweise aus Gründen der Sicherheit und der neuen Vorschriftenlage zwei(!) Schießstände entfernt werden, so daß die korrekten Abstände zwischen ihnen eingehalten würden. Eine Ausnahmegenehmigung befreit die Almarausch-Schützen derzeit davon, mit nur noch sechs Ständen schießen zu können. Ein Rundenwettkampf wäre genausowenig durchzuführen wie z.B. auch ein Dorfschießen. Ohne Gegenstimme wurde durch die Versammlung der Neubau des Schützenheims beschlossen.
Gegen 21.45 Uhr wurde dann die Versammlung offiziell beendet.