zurück Bericht zur Jahreshauptversammlung 2001
aktualisiert:
03.01.2002


13.10.2001    Bericht zur Jahreshauptversammlung 2001

Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung der SG. Almarausch Chieming e.V. im Schützenstüberl des Chieminger Unterwirts erschienen 35 Schützen und einige weitere Gäste.

Erster Schützenmeister Helmut Stumhofer begrüßte zunächst den Ehrenschützenmeister Hermann Schrobenhauser sowie den 1. Bürgermeister Chiemings Max Brunner und den 2. Bürgermeister Sigi Engl.
Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder gab Stumhofer im Rahmen seines Vorstandsberichts zunächst einen Überblick über die vergangene Saison. Neben den über 20 Übungsschießen, die jeweils donnerstags stattfanden, wurden vom Verein auch viele Preisschießen und Geburtstagsschießen ausgetragen. Zu den Preisschießen zählen unter anderem das Anfangs- und Wanderpokalschießen zum Auftakt jeder Schießsaison im Oktober, das Nikolausschießen, das Königsschießen, im Fasching das Er+Sie-Schießen sowie das Josefi-Schießen im März. Zudem erfreuen sich viele Schützen an dem seit 2 Jahren durchgeführten Perpendikelschießen, bei dem auf ein schwingendes Uhrenpendel und nicht, wie sonst üblich auf einen festen Scheibenspiegel geschossen wird. Zum Ende der Saison fanden auch heuer am Gründonnerstag das Osterschießen und 14 Tage danach nach Endschießen statt, wobei letzteres die Übergabe der Jahresmeisterurkunden im Rahmen der Vereinsmeisterschaft beinhaltete.


Neben den traditionellen Inhalten des Schützenkalenders beteiligten sich die Vereinsmitglieder auch an Veranstaltungen außerhalb der eigenen Schießstätte. So wurden die Chieminger Schützen vom Patenverein Nußdorf zu dessen Standeröffnungsschießen eingeladen. 37 Almarauschschützen nahmen daran teil. Zum Gauball des Alzgaues in Tacherting erschienen dann nicht ganz soviel Schützen aus Chieming. Nur 8 Mitglieder folgten der Einladung und damit weit weniger wie zum Gauschießen in Erstätt antraten. Dort wurde den Chiemingern der 3. Platz beim Meistpreis mit 38 Schützen zuteil. Auch zum daran anschließenden Gauschützenball der Erstätter fanden sich die Chieminger zahlreich ein. Weiter erläuterte Stumhofer, daß der Schützenausflug auf die Hochplatte, die Teilnahme am Schützenfest und Festzug in Ising, das Sommerfest mit Kartfahren für die Jugendlichen nur noch von einem Ereignis der vergangenen Monate übertroffen werden konnte:

Der Teilnahme am Trachten- und Schützenzug des Münchener Oktoberfestes.
Dabei kamen 26 Schützen und Böllerschützen aus Chieming zusammen, um gemeinsam mit ca. 7000 anderen Zugteilnehmern aus den verschiedensten Ländern vom Siegestor in München bis zur Theresienwiese zu marschieren.

In den Sommermonaten Juli und August veranstalteten die Chieminger Schützen diesmal wieder wöchentlich das Luftgewehrschießen für Gäste; im Gegensatz zu der geringen Resonanz im Jahr 2000 waren es heuer wieder wesentlich mehr Urlaubsgäste pro Abend, die um die Preise für die Tagesbesten kämpften, so Stumhofer. Damals wurde nur alle 14 Tage das „Gästeschießen" durchgeführt.

Als würden die Almarauschschützen nicht schon an genug Veranstaltungen teilnehmen, so darf natürlich nicht vergessen werden, so der 1. Schützenmeister in seinen Ausführungen, daß seit geraumer Zeit die neue Schießanlage errichtet wird. Nach vielen Vorstandsbesprechungen mit einem eigens dafür eingerichteten Bauausschuß, mindestens ebenso zahlreichen Treffen mit Architekten und Baufirmen konnten die Almarauschschützen am 7. April des laufenden Jahres zum Spatenstich auf dem Gelände der neuen Schule einladen. Bereits 4 Tage später wurde mit den Erdarbeiten begonnen. Anfang Juni wurden dann die Rohbauarbeiten beendet und nach den Abdichtungsarbeiten mit dem Innenausbau begonnen. Seitdem wurden zeitgleich dazu auch die Aussenanlagen fertiggestellt.

Abschließend lobte Stumhofer das Engagement der Helfer und Mitarbeiter beim Schießstandbau und gab das Wort an den Sportwart Stefan Reichelt weiter, der über die sportlichen Leistungen der vergangenen Saison berichtete.
Gleich zu Beginn seines Sportberichts ging Reichelt auf die herausragende Leistung von Hermann Schrobenhauser ein, der beim 40-jährigen Jubiläumsschießen für Luftgewehrschützen in Traunstein den ersten Platz erreichte. In der Klasse „Meister Senioren" setzte er sich mit 98 Ringen auf den obersten Stockerlplatz. Ähnlich Franz Graf: Beim Standeröffnungs- und Gauschießen der Nußdorfer Schützen erreichte er mit 96 Ringen in der Altersklasse des ersten Platz. Bei den Gaumeisterschaften verfehlte Marlene Hammerdinger mit 350 Ringen nur knapp die höchste erreichte Ringzahl und wurde gute zweite in der Klasse „Luftgewehr Seniorinnen". Besonders stark zeigten sich währenddessen auch die Chieminger Luftpistolenschützen. Sabine Wastlhuber erreichte mit 347 Ringen den ersten Platz in der Damenklasse, ihre Schwester Andrea Reichelt verfehlte den Bronzeplatz nur knapp mit 333 Zählern. Vater Peter Ramsperger wurde dritter der Altersklasse mit 355 Ringen und das bisher noch nicht erwähnte 4. Mitglied der Familie Agnes Ramsperger errang in der Damen-Altersklasse-Luftpistole mit 329 Ringen den silbernen Platz auf dem Trepperl. Anschließend ging Sportwart Reichelt auf die Ergebnisse des Gauschießens in Erlstätt ein, wobei er den ersten Platz von Helmut Stumhofer mit 97 und 96 Ringen in der Seniorenklasse hervorhob und den Rang 4 von Franz Graf (95 Ringe) in der Altersklasse nicht außer acht ließ. Auch hier erreichte Sabine Wastlhuber Platz 1 bei den Damen mit 98 Ringen, Andrea Reichelt genügten 92 Ringe für Rang 3. Als Stefan Reichelt abschließend die Ergebnisse der Rundenwettkämpfe erläuterte, wurde bekannt, daß die Luftpistolenmannschaft von der A-Klasse in die Gauklasse aufgestiegen ist, und die Ergebnisse der 1. Mannschaft der Luftgewehrschützen (A-Klasse) momentan wenig Anlaß zur Freude geben. Die 2. Chieminger Mannschaft „Luftgewehr" ist dagegen stabil in der B-Klasse.
Abschließend ging Stefan Reichelt noch auf ein besonderes Ereignis ein:
In der vergangenen Saison sammelten die Luftpistolenschützen während ihrer Übungsschießen für schlechte Ergebnisse "Straf-Dollar". Mit dem zusammengekommenen Betrag kauften Sie ein Kruzifix für das neue Schützenheim, das sie im Rahmen der Versammlung dem Schützenmeister überreichten.

Jugendsportwart Marlene Hammerdinger darf besonders stolz darauf sein, daß sie zur Zeit sehr viele Jugendliche betreuen kann. Neben den sportlichen Aktivitäten kamen auch das Kartfahren bei Ewald Enzinger und die Weihnachtsfeier mit den Eltern der Jugendlichen besonders gut an. Marlene Hammerdinger war mit den Jungschützen zudem in einem Fitneß-Studio, verbrachte einen Nachmittag auf einem Minigolfplatz und fuhr mit der gesamten Jugendabteilung nach München/Hochbrück, um die Olympia-Schießanlage zu besuchen. Nicht unerwähnt blieb, daß zusammen mit Sepp Humm die Jugendlichen auch in den Sommermonaten trainieren können, während die Allgemeine Klasse pausiert.

Im Anschluß an die Ausführungen des Jugendsportwarts wies der 1. Böllerschützenkommandant Ewald Enzinger auf die Aktivitäten der Böllerschützen hin. Bei der Weihnachtsmarkteröffnung und beim Heilig-Abend-Schießen kommen immer viele Chieminger Gemeindebürger zusammen. Aufgrund einzelner Anfragen betonte Enzinger, daß ausschließlich Mitglieder der SG. Almarausch Chieming e.V. den Chieminger Böllerschützen beitreten können. Nachdem der Kassier Max Schrobenhauser die finanzielle Situation des Vereins in seinem Kassenbericht schilderte, bestätigte Peter Ramsperger in seinem Kassenprüfungsbericht dem Kassier ordentlichste Arbeit und "beste Kassenführung". Es traten keinerlei Mängel bei der Kassenprüfung auf. Daraufhin wurde die Vorstandschaft durch die Versammlung einstimmig entlastet.

Bürgermeister Max Brunner dankte im Anschluß daran den Schützen für die gute Zusammenarbeit und beglückwünschte sie zu den sportlichen Erfolgen. Durch seine regelmäßigen Besuche an der Baustelle des neuen Schützenheims, so Brunner, kann er feststellen, daß gute Fortschritte beim Neubau gemacht wurden. Zur Finanzplanung bei den noch ausstehenden Rechnungen und noch auf den Verein zukommenden Kosten bat Schützenmeister Stumhofer die Versammlung, das System "Bausteineverteilung an Mitglieder" einzuführen. Dabei ist es jedem Mitglied freigestellt, wieviel er dem Verein als zinsloses Darlehen zur Verfügung stellt, doch sehe man momentan keinen anderen Weg, die Finanznot überbrücken zu können, bis die bewilligten Gelder des Bayerischen Sportschützenbundes (BSSB) zum Neubau des Schießstandes überwiesen werden. Nach einem Losverfahren sollten dann die Mitglieder ihr Geld wieder zurückerhalten.

Nach etwa 2 ½ Stunden fand der offizielle Teil der Veranstaltung sein Ende. Musikalisch untermalt wurde der Abend durch Florian Schrobenhauser.
Th. Breyer, Schriftführer