| Bericht zur Jahreshauptversammlung 2003 |
aktualisiert: 24.11.2003 |
Chieming.Zur diesjährigen Jahreshaupt- versammlung der Schützengesellschaft Almarausch Chieming e.V. erschienen rund 55 Schützen und geladene Gäste. Erster Schützenmeister Helmut Stumhofer begrüßte zunächst den Ehrenschützenmeister Hermann Schrobenhauser sowie den 1. Bürgermeister Chiemings Benno Graf, Altbürgermeister Max Brunner mit Gemahlin, den 2. Bürgermeister Georg Hunglinger und die Jugendbeauftragte der Gemeinde Ingrid Schäffler sowie den 1. Gauschützenmeister Klaus Daiber. Nach dem Totengedenken an Hans Hammerdinger und Karl-Heinz Brückner, die beide im vergangenen Jahr verstorben sind, schilderte Stumhofer die Geschehnisse im Chieminger Schützenverein seit der letzten Jahreshauptversammlung. Das Königsschießen - so der erste Schützenmeister - war mit 66 Teilnehmern so gut besucht wie noch nie und stellte damit einen neuen Teilnehmerrekord auf. Auch das in Chieming durchgeführte Gauschießen des Schützengaues Traunstein, welches im vergangenen März über einen Zeitraum von 9 Tagen abgehalten wurde, war mit 692 Schützen ein Erfolg, den der Verein ob seiner immer noch schlechten Finanzlage gut brauchen kann. Viele Vorstandssitzungen waren nötig, bis alle Details für Gau- und Dorfschießen geklärt und alle Aufgaben verteilt waren, so Stumhofer. Die Teilnahmen an der Fronleichnamsprozession und am Volkstrauertag standen genauso im Veranstaltungskalender wie die feierliche Einführung von Pfarrer Häusl und die Hochzeit von Irmi und Bernhard Wagner. Außerdem wurde wieder das Sommerfest durchgeführt, welches mit Torwandschießen, Hufeisenwerfen und einem Fußballspiel auch bei der Schützenjugend sehr gut angenommen wurde. Weiter, so der Schützenmeister, waren die Almarauschschützen mit der Durchführung von 9 Gästeschießen beauftragt, das heuer mit mehr teilnehmenden Gästen als im vergangenen Jahr zu leichtem Optimismus Anlaß geben darf. Die von der Gemeinde gestifteten Preise sollten die Gewinner unter den Gästen des Abends an Chieming erinnern, so Stumhofer, und somit sind Krügerl oder Wappen aus Chieming den Gästen lieber als andere Preise. Bürgermeister Graf versicherte hierzu, daß sich die Gemeinde was einfallen läßt. Nach den Ausführungen des 1. Vorstandes erläuterte der Sportwart Stefan Reichelt die erzielten Ergebnisse und Leistungen in der abgelaufenen Saison. Das Königsschießen gewann auf der Hauptscheibe Hans Berschl, bei der Jugend heißt der Schützenkönig Florian Schrobenhauser; Stefan Reichelt selbst wurde Pistolenkönig 2003. Bei den aufsteigenden Meisterschaften ging er zuerst auf die Gaumeisterschaft ein, bei der in der Klasse Luftgewehr-Jugend-weiblich Veronika Kleinheyer mit 251 Ringen den 12. Platz erreichte. Philipp Gschwendner wurde in der Kategorie Junioren B 9. mit 359 Ringen. In der Mannschaftswertung zusammen mit Martin Kirchmaier und Florian Schrobenhauser wurde er 4. der Gesamtwertung für die Mannschaft Chieming 1. Den 6. Platz erreichte Chieming 2 mit Stefan Rexauer, Josef Linner und Wolfgang Hillenbrand. Neben weiteren Erfolgen der Chieminger Schützen sind besonders die Ergebnisse bei der Oberbayerischen Meisterschaft hervorzuheben, bei der Hermann Schrobenhauser in der Klasse mit Hilfsmittel mit 361 Ringen den 13. Platz erreichte. Den gleichen Rang in der Damenklasse errang Sabine Wastlhuber mit 359 Ringen mit der Luftpistole. Auch in der Bayerischen Meisterschaft konnte Sabine Wastlhuber mit 357 Ringen und dem 34. Platz ihre Leistung zeigen. Der Sportwart wies zudem darauf hin, daß in den Rundenwettkämpfen die Mannschaft Chieming 1 (Gauklasse) letztes Jahr aufsteigen konnte und somit heuer in der Gauliga schießt. Die Pistolenschützen erreichten in der Gauklasse den 5. Platz und konnten sich behaupten, wie auch die Mannschaft Chieming 2, die in der C-Klasse 3. wurde. An den Sportbericht anschließend trat die Jugendsportwärtin Marlene Hammerdinger an das Rednerpult. Gleich zu Beginn ihres Vortrags forderte sie ihre Schützendamen auf, beim kommenden Damenpokalschießen mehr Engagement zu zeigen, eine höhere Teilnehmerzahl wünsche sie sich ausdrücklich. Zu Hammerdingers Jugendarbeit zählen die Teilnahme der Jungschützen am Anfangsschießen, Nussenschießen, Königsschießen, Gaujugendpokal, der Gaumeisterschaft in Inzell, dem Finalschießen, dem Osterschießen, dem Endschießen, um nur die wichtigsten Schießen zu nennen. An den Veranstaltungen haben insgesamt 324 Jugendliche teilgenommen, so die Jugendsportwärtin stolz. Weiterhin wurden ein Ausflug nach München/Hochbrück zur Besichtigung der Olympiaschießanlage und eine Schiffahrt auf die Herreninsel durchgeführt. Pistolenreferent Peter Ramsperger ging nur kurz auf die Schießtage am Pistolenstand ein, lobte aber die außerordentlich gute aber auch notwendige Disziplin der Schützen beim Umgang mit ihren Pistolen. 1. Schußmeister der Böllerschützen Ewald Enzinger ging in seinem Vortrag anschließend auf die Auftritte der Böllerschützen beim Adventsschießen und Weihnachtsschießen ein. Zweimal mußten die Böllerschützen bei einer Beerdigung schießen, aber auch zweimal durften sie auf Hochzeiten in lautstarke Erscheinung treten. In seinem Kassenbericht erläuterte Max Schrobenhauser alle Einnahmen und Ausgaben des Vereins im vergangenen Jahr. Sein Fazit lautet: Der Verein ist nach wie vor stark verschuldet, doch die Belastungen durch Zinsen etc. werden - gerade mit Hilfe des durchgeführten Dorf- bzw. Gauschießens - immer weniger. Erfreulicherweise konnten in den letzten 12 Monaten 20 neue Mitglieder gewonnen werden, so daß es zur Zeit insgesamt 117 Almarauschschützen gibt. Nach der Bestätigung von Schrobenhausers einwandfreier Kassenführung durch die Kassenprüferin Andrea Reichelt bat diese die Versammlung um die Entlastung der Vorstandschaft. Einstimmig wurde daraufhin die gesamte Vorstandschaft entlastet. Im Anschluß daran nahm der 1. Gauschützenmeister Klaus Daiber die Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft im Deutschen und Bayerischen Sportschützenbund vor. Für 25jährige Mitgliedschaft wurden Marlene Hammerdinger, Monika Hammerdinger, Monika Oehlke, geb. Stumhofer, und Willi Hammerdinger mit einer Urkunde und der Ehrennadel ausgezeichnet. Für 40jährige Mitgliedschaft beim Deutschen und Bayerischen Sportschützenbund erhielten Peter Ramsperger und Franz Seidl eine Auszeichnung. Besonderer Dank ging an Josef Kecht, der der SG Almarausch Chieming seit 50 Jahren treu ist und somit die besondere Ehrennadel von Daiber überreicht bekam. Nach den letzten Wahlen im Jahr 2000 wurde anschließend satzungsgemäß die Vorstandschaft neu gewählt. In ihren Ämtern bestätigt wurden Helmut Stumhofer als 1. Schützenmeister und Ewald Enzinger als 2. Schützenmeister. Kassier Max Schrobenhauser und Schriftführer Thomas Breyer, die seit nunmehr 12 Jahren ihre Ämter inne haben, wurden ebenfalls wiedergewählt mit der Neuerung, daß beiden jeweils eine Dame als 2. Kassier bzw. Schriftführer zur Seite steht, die von der Versammlung einstimmig mit Irmi Wagner (2. Kassier) und Andrea Reichelt (2. Schriftführer) bestimmt wurden. Die weiteren Ämter wurden von der durch Klaus Daiber geleiteten Wahl wie folgt bestimmt: Sportwart bleibt Stefan Reichelt und das Amt der Jugendsportwärtin behält Marlene Hammerdinger. Der bisher nur provisorische Pistolenreferent Peter Ramsperger wurde mit seinem nunmehr festen Amt in die Vorstandschaft aufgenommen. Weitere Mitglieder sind Conny Schauer als Ausschuß und der Ehrenschützenmeister Hermann Schrobenhauser. Zusätzlich wurden Willi Hammerdinger und Bernhard Kittel als Kassenprüfer gewählt, Sepp Humm und Bernhard Wagner bleiben Fahnenjunker. Ihnen zur Seite steht als Fahnenbegleiter Max Peteranderl. Zudem hat Peter Ramsperger wieder die Aufgabe des Zeugwarts übernommen. Die neuen und alten Böllerschußmeister heißen Ewald Enzinger und Franz Graf. Nach Abschluß der Wahl gab 1. Gauschützenmeister Klaus Daiber wichtige Hinweise zum neu inkraft getretenen Waffenrecht. So dürfen Luftgewehre nur von mindestens 14jährigen transportiert werden, für Kleinkaliberwaffen ist sogar ein Mindestalter von 16 Jahren erforderlich. Regelmäßige Teilnahme am Übungsschießen mit der entsprechenden Waffe in den vergangenen 12 Monaten ist wichtig für Erhalt des Nachweises des regelmäßigen Trainings bei Sportpistolen. Treten Schützen mit scharfen Waffen aus einem Verein aus oder in einen Verein ein, so ist innerhalb von 14 Tagen der zuständigen Behörde Meldung zu machen. Für alle Luftpistolen- und Luftgewehrschützen gilt in Zukunft: Pufferpatronen sind bei allen Waffen zu montieren. Diese sollen den ungeladenen sicheren Zustand der Waffe ausdrücken, was bei Nichtbeachtung bei Wettkämpfen zukünftig zum Ausschluß führen kann. Abschließend gab 1. Schützenmeister Helmut Stumhofer noch einen Ausblick auf das kommende Jahr 2004: Ab der neuen Schießsaison werden neue Gruppen / Klassen eingeführt, die bisherigen Leistungsklassen werden dann wieder abgelöst. Weiterhin sollen eine neue Vereinssatzung und ein Prospekt über die neue Schießanlage erstellt werden. Zudem wünschte sich Stumhofer, daß ein eigener Fahnenschrank gebaut werden solle. Klaus Daiber lobte in seiner Funktion als Gauschützenmeister die ausserordentlichen Leistungen der Chieminger Schützen bei der Jugend- und Vereinsarbeit. Er kenne viele Vereine, aber die Schützengesellschaft Almarausch Chieming beweise mit ihrer Führungsmannschaft, der hohen Anzahl von Mitgliedern und vor allem Neumitgliedern, daß sie auf dem richtigen Weg" sei. - Vergelts Gott, Klaus! Th. Breyer, Schriftführer |